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Immobilie kaufen in der Türkei: Tapu, Ablauf und Kosten

HomeNSearch Editorial|| 13 Min. Lesezeit
Immobilie kaufen in der Türkei: Tapu, Ablauf und Kosten

Die Türkei wickelt Eigentumsübertragungen so schnell ab wie kaum ein anderes Land. Sobald die Unterlagen bereitliegen, wechselt die Immobilie bei einem einzigen Termin im Grundbuchamt den Besitzer: Sie gehen als Käufer hinein und als Eigentümer wieder hinaus – Tapu in der Hand, Name noch am selben Tag im staatlichen Register.

Bis zu diesem Termin vergehen meist zwei bis vier Wochen, und genau in dieser Zeit entscheidet sich, ob ausländische Käufer sich absichern oder auf die Nase fallen. Eine übersprungene Tapu-Prüfung, Geld auf dem falschen Weg überwiesen, ein fehlendes iskan beim Neubau – jeder erfahrene Makler in Antalya oder Istanbul kennt Fälle, in denen genau das aus einem simplen Kauf ein Jahr voller Anwaltsschreiben gemacht hat.

Dieser Guide deckt den ganzen Weg ab: wer kaufen darf, was die Tapu wirklich ist, jeden Schritt von der Steuernummer bis zum Übertragungstag, die realen Kosten und die Rolle der Lira in Ihrer Kalkulation. Wer erst sehen möchte, was das eigene Budget überhaupt hergibt, findet auf unserer Türkei-Länderseite aktuelle Preise für die wichtigsten Küsten- und Stadtmärkte.

Wer darf in der Türkei Immobilien kaufen

Fast jeder. Die Türkei hat ihr altes Gegenseitigkeitsprinzip 2012 abgeschafft, seither können Staatsangehörige aus über 180 Ländern Immobilien im eigenen Namen als Volleigentum erwerben. Kein Visum nötig, keine Aufenthaltserlaubnis, kein türkischer Partner. Eine Wohnung in Alanya kann jahrelang Ihnen gehören, auch wenn Sie nie länger als ein Urlaubsvisum reicht.

Die Ausschlussliste ist kurz: Staatsangehörige Syriens, Armeniens und Nordkoreas dürfen nicht kaufen, einige andere Nationalitäten stoßen nur in bestimmten Regionen auf Einschränkungen, nicht auf ein generelles Verbot. Für im Ausland registrierte Firmen gelten eigene Regeln – wer über eine ausländische Gesellschaft kaufen will, sollte das zuerst mit einem Anwalt klären, bevor überhaupt ein Objekt gesucht wird.

Für Privatpersonen gelten zwei Obergrenzen. Ein Ausländer darf landesweit höchstens 30.000 Quadratmeter besitzen, und Ausländer als Gruppe dürfen in keinem einzelnen Bezirk mehr als 10 Prozent der Fläche halten. Für einen normalen Käufer spielt das keine Rolle – die Grenzen sollen große Landaufkäufe verhindern, nicht Ihre Zweizimmerwohnung in Kadıköy. Immobilien in Militär- und Sicherheitszonen sind für Ausländer grundsätzlich tabu, und das Grundbuchamt prüft das automatisch.

Ein Punkt sollte früh klar sein: Der Kauf setzt keinen Aufenthaltsstatus voraus, und er verschafft auch keinen automatisch. Eigentum kann später einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis stützen, ab 400.000 Dollar öffnet es sogar den Weg zur Staatsbürgerschaft – der Kauf selbst braucht aber nur Pass und Steuernummer.

Zur Frage, wo Ausländer tatsächlich kaufen: Die Provinz Antalya führt seit Jahren, dicht gefolgt von Istanbul, während Mersin, Bursa und Ankara den Großteil des Rests abdecken. Die Küste punktet bei Lebensgefühl und Preis, Istanbul bei Mietnachfrage und Wiederverkaufstiefe – gut zu wissen, bevor man sich in den ersten Meerblick verliebt.

Was die Tapu wirklich ist

Die Tapu ist der Eigentumstitel, ausgestellt und geführt von der türkischen Generaldirektion für Grundbuch und Kataster. Nur sie beweist Eigentum in der Türkei – nicht der Kaufvertrag, nicht das notariell beurkundete Verkaufsversprechen, nicht der Zahlungsplan des Bauträgers. Solange Ihr Name nicht in der Tapu steht, haben Sie einen Anspruch, aber keine Immobilie.

Die Urkunde erfasst das Grundstück, den Immobilientyp, die Eigentümer samt Anteilen und sämtliche Vermerke gegen den Titel. Bei Wohnungen zählen zwei Eigentumsformen. Kat irtifakı ist eine Bauservitut – die Tapu-Form, die man erhält, solange ein Gebäude noch im Bau oder formal noch nicht fertiggestellt ist. Kat mülkiyeti ist das vollständige Wohnungseigentum, das erst nach Fertigstellung und Freigabe durch die Gemeinde ausgestellt wird. Der Wechsel von der einen zur anderen Form läuft über ein Dokument namens iskan.

Das iskan, die Nutzungsgenehmigung, bestätigt, dass das Gebäude den genehmigten Plänen entspricht und bewohnt werden darf. Neubauten ohne iskan sind keine Seltenheit, und sie sind das mit Abstand häufigste Problem, das ausländische Käufer erben. Ohne iskan kann es Schwierigkeiten geben, Versorgungsleitungen auf den eigenen Namen anzumelden, beim Verkauf drückt es oft den Preis, und im schlimmsten Fall stecken ungeklärte Bauverstöße dahinter. Bei jedem Neubaukauf: iskan verlangen oder eine harte vertragliche Frist dafür festschreiben.

Der Kaufprozess Schritt für Schritt

So läuft die Reihenfolge bei den meisten Käufen. Mehrere Schritte laufen parallel, deshalb passt das Ganze in wenige Wochen.

1. Türkische Steuernummer besorgen

Kostenlos und schneller erledigt als ein Kaffee in einem belebten Café. Reisepass mitnehmen, ein beliebiges Finanzamt (vergi dairesi) aufsuchen, ein Formular ausfüllen – nach 15 bis 30 Minuten steht die Nummer. Alternativ online über das Interactive Tax Office, wer das vor der Anreise erledigen möchte. Diese Nummer braucht man für alles Weitere: Bank, Versorger, Grundbuchamt. Bei einem gemeinsamen Kauf braucht jede Person, die auf die Tapu soll, ihre eigene Nummer – Kinder eingeschlossen.

2. Türkisches Bankkonto eröffnen

Mitbringen: Reisepass, Steuernummer und ein Adressnachweis von zu Hause, meist reicht eine aktuelle Rechnung. Die Anforderungen unterscheiden sich von Bank zu Bank, und die Compliance-Prüfungen bei ausländischen Kunden sind in den letzten Jahren strenger geworden – lieber ein paar Tage einplanen als ein paar Stunden. Das Konto ist kein Formular unter vielen: Über dieses Konto muss die Währungsumrechnung für den Kauf laufen, und genau die dabei entstehende Bescheinigung will das Grundbuchamt später sehen.

3. Erst den Makler, dann den eigenen Anwalt engagieren

Ein guter lokaler Makler verdient sich seine Provision in der Türkei redlich, denn der Markt ist unübersichtlich, und dieselbe Wohnung taucht nicht selten zu drei verschiedenen Preisen gleichzeitig auf. Wichtiger ist trotzdem der Anwalt. Einen unabhängigen wählen, der Ihre Sprache spricht und weder mit dem Verkäufer noch mit dem Bauträger verbandelt ist. Rechnen Sie mit einer Pauschale von etwa 1.000 bis 2.000 Euro für einen Standardkauf, gelegentlich auch als kleiner Prozentsatz abgerechnet.

Wenn der Bauträger seinen eigenen Anwalt kostenlos anbietet, ist dieser Anwalt weder kostenlos noch auf Ihrer Seite. Genau die Klausel, über die er nicht streiten will, wird am Ende die sein, die Sie gebraucht hätten.

Ein Anwalt mit Vollmacht kann den kompletten Kauf auch abwickeln, während der Käufer zu Hause bleibt – so schließt ein großer Teil der ausländischen Transaktionen tatsächlich ab.

4. Die Tapu prüfen, bevor irgendetwas unterschrieben wird

Die Due Diligence in der Türkei dreht sich um den Grundbucheintrag. Der Anwalt fordert den aktuellen Tapu-Auszug an und prüft ihn auf Belastungen: Hypotheken, Pfandrechte, gerichtliche Beschlagnahmungen (haciz) und Vermerke (şerh), die einen Verkauf einschränken oder überdauern können. Der Auszug bestätigt zudem, dass der Verkäufer wirklich Eigentümer dessen ist, was er verkauft, und in welchem Anteil. Geerbte Immobilien mit sechs Miteigentümern sind keine Seltenheit.

Über das Grundbuch hinaus ist die Checkliste kurz, aber nicht verhandelbar: iskan bei Neubauten, Bebauungsstatus bei Grundstücken, offene Versorgerrechnungen und Rückstände bei der monatlichen aidat (Hausgeld) – die haftet an der Immobilie, nicht am vorherigen Eigentümer.

Anzahlung und Kaufvertrag erst unterschreiben, wenn diese Prüfungen erledigt sind. Anzahlungen in der Türkei verfallen üblicherweise, wenn der Käufer zurücktritt, und werden verdoppelt zurückgezahlt, wenn der Verkäufer aussteigt – ein Vertrag vor der Due Diligence ist damit ein Druckmittel, das man umsonst verschenkt.

5. Das Wertgutachten beauftragen

Jeder ausländische Käufer braucht vor der Übertragung ein offizielles Wertgutachten von einem Gutachter, der bei der türkischen Kapitalmarktaufsicht zugelassen ist. Es dauert einige Tage, gilt drei Monate und kostet in Lira umgerechnet ein paar hundert Euro. Das Gutachten legt die Untergrenze für den beim Grundbuchamt anzugebenden Wert fest – damit ist die alte Masche, nur die halbe Kaufsumme anzugeben und so bei der Steuer zu sparen, vom Tisch. Nebenbei liefert es eine Kontrolle durch jemanden, der an der Sache selbst nichts verdient. Liegt das Gutachten deutlich unter dem vereinbarten Preis, lohnt es sich, innezuhalten und nachzufragen.

6. Das Geld über eine türkische Bank umtauschen

Seit 2022 muss die Kaufsumme vor der Übertragung über eine Bank in der Türkei in Lira umgetauscht werden. Die Bank verkauft Dollar, Euro oder Pfund in das Zentralbanksystem und stellt eine Devisenankaufsbescheinigung aus, das DAB (Döviz Alım Belgesi), das auf den Käufer lautet und sich auf den Kauf bezieht. Ohne DAB keine Übertragung – das Grundbuchamt prüft das ohne Ausnahme.

In der Praxis läuft es so: Fremdwährung auf das türkische Konto überweisen, kurz vor dem Übertragungstermin dort umtauschen, DAB entgegennehmen. Das Timing ist wichtig, weil sich die Lira bewegt. Wer Wochen im Voraus umtauscht, riskiert einen ungünstigen Kursverlauf – deshalb tauschen die meisten erst ein, zwei Tage vor dem Termin um.

7. Übertragungstag beim Grundbuchamt

Der eigentliche Verkauf findet im Tapu-Amt statt, nicht beim Notar. Die Käuferseite bucht den Termin über das Web-Tapu-System, zahlt Grunderwerbsteuer und die Umlagegebühr des Amtes vorab und bringt Wertgutachten und DAB mit. Wer kein Türkisch spricht, muss einen vereidigten Dolmetscher mitbringen – das ist gesetzlich vorgeschrieben, kein optionaler Zusatzservice. Mitzubringen sind Pässe mit notariell beglaubigter Übersetzung, zwei biometrische Fotos des Käufers, die DASK-Police und die Steuernummern. Die Checkliste des Amtes ist kurz, aber unnachgiebig, und schon ein fehlendes Foto kann tatsächlich den Termin auf einen späteren Tag verschieben.

Beide Parteien – oder ihre Bevollmächtigten – unterschreiben vor dem Beamten. Die neue Tapu wird noch am selben Tag ausgestellt, und zwar nicht als Versprechen, sondern als staatlich registriertes Eigentum. Kaum ein Land der Welt bringt eine Eigentumsübertragung so schnell hinter sich. In Spanien oder Italien wartet man an dieser Stelle noch Wochen auf den Registereintrag.

Was der Kauf in der Türkei kostet

Die Kaufnebenkosten sind für Mittelmeerverhältnisse moderat. Wer etwa 8 bis 9 Prozent zusätzlich zum Kaufpreis einplant, wird kaum überrascht. Die wichtigsten Posten:

  • Grunderwerbsteuer von 4 Prozent des angegebenen Werts. Laut Gesetz teilen sich Käufer und Verkäufer diese je zur Hälfte, in der Praxis wird sie oft komplett dem Käufer zugeschoben, und tatsächlich wird darüber genau wie über alles andere verhandelt. Im Kaufvertrag festhalten, wer zahlt – nicht erst am Übertragungstag.
  • Maklerprovision, üblicherweise rund 2 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer von jeder Seite.
  • Anwaltshonorar, meist 1.000 bis 2.000 Euro für einen Standardkauf.
  • Wertgutachten, vereidigter Dolmetscher und notarielle Beglaubigungen, zusammen üblicherweise ein paar hundert Euro.
  • Die Umlagegebühr des Grundbuchamts, ein bescheidener Fixbetrag, der vor dem Termin fällig wird.
  • DASK, die Pflichtversicherung gegen Erdbeben. Kostet wenig, meist unter 100 Euro im Jahr für eine durchschnittliche Wohnung, ist aber Voraussetzung für Tapu-Übertragung und Versorgeranschluss.

Konkret gerechnet, an einer Bestandswohnung in Antalya für 200.000 Euro: Trägt man die volle Grunderwerbsteuer, sind das 8.000 Euro. Die Maklerprovision bei 2 Prozent plus Mehrwertsteuer summiert sich auf rund 4.800 Euro, der Anwalt kommt auf vielleicht 1.500 Euro, und Gutachten, Dolmetscher, Versicherung und Amtsgebühren zusammen auf noch einmal etwa 700 Euro. In Summe rund 15.000 Euro, also etwa 7,5 Prozent obendrauf – noch vor Möbeln und Anschlusskosten.

Neubauten vom Bauträger tragen Mehrwertsteuer, die normalerweise schon im ausgewiesenen Preis steckt. Eine Befreiung gibt es für ausländische Käufer, die in Fremdwährung zahlen und bestimmte Haltebedingungen erfüllen – ob das zutrifft, klärt der Anwalt am besten vor der Reservierung, nicht danach.

Dann kommt der angenehmere Teil: die laufenden Kosten. Die jährliche Grundsteuer liegt je nach Immobilientyp und Gemeinde zwischen 0,1 und 0,6 Prozent des eingetragenen Werts, gewöhnliche Wohnungen meist am unteren Ende. Käufer aus Frankreich, Spanien oder Großbritannien lesen ihren ersten türkischen Steuerbescheid gerne zweimal, weil sie eine fehlende Stelle vermuten.

Finanzierung: ein Markt, der weitgehend bar läuft

Türkische Banken vergeben durchaus Kredite an Ausländer, doch die Konditionen erklären, warum kaum jemand lokal finanziert. Die Zinsen orientieren sich am jahrelangen Kampf des Landes gegen die Inflation und liegen seit Jahren tief im zweistelligen Bereich, die Beleihungsgrenze reicht selten über die Hälfte des Gutachtenwerts hinaus, und für den Antrag braucht es übersetzte und apostillierte Einkommensnachweise. Rechnet man nach, verliert ein türkischer Kredit meist gegen eine Umschuldung zu Hause oder gegen den simplen Griff zur kleineren Wohnung.

Die Lücke füllt die Finanzierung des Bauträgers. Bei Off-Plan-Projekten sind Ratenpläne über 12 bis 36 Monate mit 30 bis 50 Prozent Anzahlung Standard, und öfter als erwartet zinsfrei. Nur die Tapu-Logik von weiter oben nicht vergessen: Bei vielen Ratenplänen geht die Tapu erst nach der letzten Rate über – bis dahin schützt einen der Vertrag mit seinen Vertragsstrafen, nicht das Grundbuch.

Wie lange das alles dauert

Zwei bis vier Wochen von der vereinbarten Sache bis zur Tapu in der Hand sind normal und entspannt. Die Steuernummer ist in einer halben Stunde erledigt. Das Bankkonto braucht ein paar Tage. Due Diligence und Wertgutachten laufen ein bis zwei Wochen parallel, und der Übertragungstermin kommt meist wenige Tage nach der Anmeldung. Ein Fernkauf per Vollmacht kostet zusätzlich die Zeit, die Vollmacht zu Hause zu beurkunden und zu apostillieren – oft noch eine bis zwei Wochen.

Was Deals verzögert, ist nicht die türkische Bürokratie, die hier nach jedem Maßstab schnell arbeitet. Es ist die Seite des Käufers: Compliance-Prüfungen bei der internationalen Überweisung, langsame Dokumentenlegalisierung zu Hause oder ein Verkäufer, der eine alte Hypothek nie von der Tapu hat löschen lassen.

Die Lira, ganz ehrlich

Preise für Ausländer werden fast überall in Dollar oder Euro angegeben, und das ist kein Marketing, sondern Selbstschutz. Die Lira verliert seit Jahren gegen die großen Währungen an Boden, immer wieder durchsetzt von Phasen hoher Inflation, und auch türkische Verkäufer von Bestandsimmobilien denken zunehmend in Hartwährung.

Für Käufer wirkt das in beide Richtungen. Euro oder Dollar reichen weiter als früher, und türkische Küstenimmobilien bleiben im Vergleich zu Spanien oder Portugal bei ähnlicher Qualität günstig. Aber genau diese Volatilität spricht für Vorsicht beim Timing: Geld bis kurz vor der Übertragung in Fremdwährung halten, erst umtauschen, wenn das DAB tatsächlich gebraucht wird, und Mietertragsprognosen, die in Lira angegeben werden, mit Skepsis lesen.

Das macht die Türkei nicht zu einem schlechten Investitionsziel. Es macht sie zu einem Markt, in dem die Währung Teil der Entscheidung ist, nicht eine Fußnote dazu.

Staatsbürgerschaft ab 400.000 Dollar, kurz erklärt

Wer eine Immobilie im Wert von mindestens 400.000 Dollar kauft und sich verpflichtet, sie drei Jahre zu halten, kann für sich, den Ehepartner und Kinder unter 18 Jahren die türkische Staatsbürgerschaft beantragen. Für die Schwelle zählt das Wertgutachten, nicht der Vertragspreis, und das Programm hat seinen eigenen Papierkram-Rhythmus. Den kompletten Weg haben wir separat in unserem Guide zur türkischen Staatsbürgerschaft durch Immobilienkauf beschrieben.

Lust, sich echte Objekte anzusehen? Aktuelle Angebote in der Türkei und zwölf weiteren Ländern gibt es bei HomeNSearch, oder Sie starten mit den Marktdaten auf unserer Türkei-Seite und arbeiten sich bis zum einzelnen Bezirk vor.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich in der Türkei eine Immobilie ohne Visum oder Aufenthaltserlaubnis kaufen?

Ja. Für den Eigentumserwerb braucht man weder das eine noch das andere. Gekauft wird mit Reisepass, türkischer Steuernummer und Bankkonto, und der ganze Prozess lässt sich als Tourist abwickeln – oder sogar ganz ohne Reise, wenn der Anwalt eine Vollmacht erhält. Eigentum kann später einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis stützen, ist aber keine Voraussetzung für den Kauf selbst.

Wie lange dauert der Kauf einer Immobilie in der Türkei?

Zwei bis vier Wochen sind vom vereinbarten Preis bis zum eingetragenen Eigentum üblich. Die Übertragung selbst geht am selben Tag über die Bühne: Nach dem Termin beim Grundbuchamt geht man mit der Tapu wieder hinaus. Ferngesteuerte Käufe per Vollmacht brauchen meist ein bis zwei Wochen zusätzlich für Beurkundung und Apostille zu Hause.

Muss ich mein Geld wirklich in Lira umtauschen?

Ja, für die Kaufsumme schon. Seit 2022 muss das Geld über eine türkische Bank laufen, in Lira umgetauscht werden und mit einer DAB-Bescheinigung belegt sein, die das Grundbuchamt vor der Übertragung prüft. Preise lassen sich weiterhin in Dollar oder Euro vereinbaren und bewerben – der Umtausch ist ein formaler Schritt am Ende, keine Änderung daran, wie der Markt Immobilien bepreist.

Wer zahlt die 4 Prozent Grunderwerbsteuer?

Laut Gesetz zahlen Käufer und Verkäufer je 2 Prozent. In der Praxis wird verhandelt, und bei vielen Bestandsimmobilien übernimmt am Ende der Käufer die kompletten 4 Prozent, während Bauträger sie manchmal als Verkaufsanreiz übernehmen. Die Aufteilung gehört schriftlich in den Kaufvertrag – dem Grundbuchamt ist egal, wer zahlt, solange es jemand vor dem Termin tut.

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